Alte Landesschule Korbach · Gymnasium

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Nachwuchsförderung Physik - Marschner-Stiftung

Dr.-Marschner-Stiftung
zur Förderung des naturwissenschaftlichen Nachwuchses im Bereich der Physik

"Zweck der Stiftung ist die Förderung des naturwissenschaftlich besonders begabten Nachwuchses im Bereich der Physik aus dem Bereich der Schüler der Alten Landesschule in Korbach."

Dies geschieht zur Zeit auf vielfältige Weise:

  • Schüler der Einführungs- oder Qualifikationsphase erhalten die Gelegenheit, für eine Woche das Deutsche Museum in München zu besuchen
  • Die jahrgangsbesten Physiker des Abiturjahrgangs erhalten einen Geldpreis
  • Die Stiftung finanziert Experimentiermittel für die Physiksammlung der Schule

Auszug aus der Stiftungssatzung der Dr.-Marschner-Stiftung

Der Stifter, sein Lehrer und weitere Unterstützer

Der Stifter - und sein Lehrer Dr. Ernst Marschner

Stiftung zu Ehren des Physiklehrers Dr. Ernst Marschner

Die Stiftung wurde 1991 von Dr. Ing. Helmut Kreft zu Ehren seines Physiklehrers Dr. Ernst Marschner ins Leben gerufen. Er stiftete einen ansehnlichen Betrag, um von den Zinsen dieses Vermögens Schülerinnen und Schüler darin zu fördern, die Physik für sich als eine interessante und herausfordernde Wissenschaft zu entdecken.

Bild Dr Kreft Bild Dr Ernst Marschner
Dr. Ing. Helmut Kreft (links) und Dr. Ernst Marschner

Studienrat Dr. Ernst Marschner gehörte von 1929 bis 1941 dem Kollegium der ALS an und unterrichtete Mathematik, Physik und Erdkunde. Das Kollegium der ALS im Jahre 1929, noch recht übersichtlich und eine reine Männerveranstaltung.

Lehrer 1929

Zustiftung von Herrn Herbert Kuhaupt

Zustiftung von Herrn Herbert Kuhaupt

Bild Herbert KuhauptIm Jahr 2017 hatte eine Zustiftung von Herrn Herbert Kuhaupt das Stiftungsguthaben annähernd verdoppelt.

Eine kräftige Finanzspritze erhielt die Dr.-Marschner-Stiftung an der Alten Landesschule vom früheren ALS-Schüler Herbert Kuhaupt aus Korbach. Er hatte sich entschlossen, eine Zustiftung in Höhe von 40.000 € und eine Spende von 10.000 € zur Verfügung zu stellen.

Wie es aber zu diesen außerordentlichen Zuwendungen kam, das ist eine ganz eigene Geschichte. Als Kuhaupt nämlich noch von dem später so verehrten Mathe-Lehrer unterrichtet wurde, da waren beide erst einmal heftig aneinander geraten. „Ich war ein renitenter Schüler“, gibt der 89-Jährige heute zu: „Aufsässig und alles andere als pflegeleicht“. Und wenn er sich ungerecht behandelt fühlte, konnte er sehr aufbrausend sein.
Er führt das selbst auf die strenge väterliche Erziehung zurück. Der Postbeamte verlangte ständige Erfolgserlebnisse, „die ich nicht immer zu bringen vermochte“. Der so Getriebene war ganz anders als sein engster Freund Ulfert Tanzen: Ein Apotheker-Sohn, sehr folgsam und begabt, von dessen Intelligenz der junge Kuhaupt zu profitieren hoffte.
Die beiden ungleichen Kameraden erledigten des öfteren ihre Hausaufgaben gemeinsam. Lösungen in Mathematik waren somit absolut identisch. Als aber Ernst Marschner eines Morgens durch die Stuhlreihen ging und die Hefte kontrollierte, passierte das Ungeheuerliche: „Den im Klassenraum eine Bank hinter mir sitzenden Tanzen lobte der Lehrer mit den Worten: Ulfert, das hast Du fein gemacht. Zu mir sagte er aber: Herbert, das könnte besser sein.“
„Diese Ungerechtigkeit war zu viel für mich!“ Kuhaupt junior ging hoch wie ein HB-Männchen: „Dann haben Sie selbst von Mathematik keine Ahnung“, entfuhr es ihm. Schließlich hätten sie die Aufgaben zusammen gelöst. Fortan war Funkstille zwischen Lehrer und Schüler. Marschner ließ den jungen Mann links liegen. Bis er eines Tages zu ihm sagte: „Herbert, nach dem Unterricht kommst Du heute einmal zu mir.“ „Ohne jeden weiteren Kommentar streckte er mir die Hand entgegen und sagte: Jungchen, ich will Dir Deinen Auftritt verzeihen.“ „Ich habe schnell eingeschlagen und war glücklich. Denn ich hatte mich schon etwas unwohl gefühlt wegen meiner ungezogenen Bemerkung.“ Nach dieser großen menschlichen Geste verehrte Kuhaupt seinen Lehrer, den wegen seiner naturwissenschaftlichen Kenntnisse alle nur nach dem lateinischen Ausdruck für Blei benannten: Plumbum.

Der Unterricht bei ihm war offensichtlich keine schlechte Grundlage für den weiteren Lebensweg. „Ich bedauere zwar, dass mir wegen der Kriegswirren nicht das Wissen vermittelt werden konnte wie in der heutigen Zeit“, sagt Kuhaupt. Denn 1943 musste er die ALS als Offiziersanwärter bei der Marine verlassen. Bei dieser Ausbildung und vor allem später im Beruf als Architekt und Diplom-Ingenieur konnte er aber umfassend auf die von Plumbum vermittelten Mathematik-Kenntnisse aufbauen.

Aus Dankbarkeit für seine Pennälerzeit möchte der Korbacher nun die Dr-Marschner-Stiftung unterstützen. Aus seiner Sicht sei vieles möglich. „Wer weiß, vielleicht wächst irgendwann einmal durch die Förderung begabter Schüler ein Albert Einstein oder Stephen Hawking an der ALS heran“, sagt Herbert Kuhaupt. „Ein neues Genie, das dem Namen der Schule Ehre macht und dann in einer Reihe genannt wird mit früheren Schülern wie August Bier, Hermann Kümmell oder Robert Bunsen.“

Die Stiftung freut sich über jede finanzielle Unterstützung

Die Stiftung freut sich über finanzielle Unterstützung

Gerade in Zeiten niedrigster Zinsen freut sich die Stiftung über jede finanzielle Unterstützung, damit nennenswerte Förderungen möglich bleiben.
Der Dank der Schüler ist Ihnen sicher!

Wegen der vielfältigen Möglichkeiten (Spende, Zustiftung, Vermächtnis usw.) steht Ihnen Herr RA und Notar Göbel, Vorstandsvorsitzender der Stiftung, für eine Rücksprache gern zur Verfügung (Kontaktinformationen finden Sie unten auf dieser Seite).

Das Stipendium

Seit 2007 ermöglicht es die Marschner-Stiftung gemeinsam mit dem Verein zur Förderung des mathematisch-naturwissenschaftlichen Unterrichts (MNU) maximal vier Schülern pro Jahr, einen Kurs am Kerschensteiner-Institut des Deutschen Museums in München zu besuchen. Die Schüler müssen mindestens 16 Jahre alt sein und sollten sich durch Interesse und gute Leistungen in der Physik auszeichnen. Es gibt Sonderführungen durch Abteilungen der Ausstellung, Exkursionen und ein Rahmenprogramm. Nach Möglichkeit soll eine kurze Arbeit angefertigt werden.

Die Stipendiaten der letzten Jahre

  • 2019: Vier Schüler des Physik-Gk Wilm werden das Deutsche Museum besuchen: Philip Keudel, Luka Pfitzner, Malte Rumpf und Fabian Zölzer. Ein Lk kam in diesem Schuljahr leider nicht zustande; dafür sind die daran interessierten Schüler dann eben im Grundkurs...
  • 2017: Vier Schüler des Physik-LK Werchner werden im Juli an das Deutsche Museum fahren: Johannes Ulrich, Markus Hubmayer, Dorian Goldbach und Lennart Heggemann
  • 2015: Hannah Grass und Noah Bonk
  • 2014: Lennart Jahn und Max Karok
  • 2013: Wegen Umbaumaßnahmen war das Kerschensteiner-Institut geschlossen
  • 2012: Carsten Becker, Christian Werner, Lukas Stede und Marcel Angenvoort
  • 2011: Jannik Becker, Christoph Weickert, Matthias Dude und Ronja Langendorf
  • 2010: Hendrik Müller, Annika Zuleger, Clara Arnold und Luzia Karok
  • 2009: Anna-Lena Isenberg, Til Leithäuser, Björn Schäfer und Marco Hankel

Die besten Physik-Abiturienten

  • Preisträger 2020:
    1. Niklas Hellwig 
    2. Malte Rumpf
  • Preisträger 2019:
    1. Lukas Arnold
    2. Philipp Jahn
  • Preisträger 2018:
    1. Charlotte Brüggemann
    2. Fabian Westmeier
    3. Kerim Benfreha
  • Preisträger 2017:
    1. Fabian Heck
    2. Nick Helfinger
    3. Patrick Zimmer
  • Preisträger 2016:
    1. Tabea Studt und Jan Paternoster
    2. Michael Rohde
  • Preisträger 2015:
    1. Lennart Jahn und Carl v. Randow
    2. Jana Fischer
  • Preisträger 2014:
    1. Christian Werner
    2. Andre Jüttner
    3. Henri Mütze und Kai Wege
  • Preisträger 2013 (Doppeljahrgang):
    Gruppe 1: Maximilian Falkenstein, Matthias Dude und Paul Wittmer
    Gruppe 2: Simon Mitze, Ronja Langendorf und Fabian Wilke

Kontakt

Dr.-Marschner-Stiftung
c/o Heinrich Göbel & Kollegen
Rauchstr. 5
34454 Bad Arolsen

Tel: 05691 80150
Fax: 05691 801515
Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

oder über das Sekretariat der Schule

Spendenkonto bei der Sparkasse Waldeck-Frankenberg:
IBAN: DE93 5235 0005 0000 0201 31
BIC: HELADEF1KOR

 

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